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Montag
Okt262009

Atomkraft – Teil der Umweltstrategie

Für diese Woche wurde tatsächlich der Beginn der Debatte zur Klimagesetzgebung im Senat angesetzt. Ein Schlüsselkomitee wird Anhörungen zu dem Gesetz abhalten, welches die Treibhausgasemission der Vereinigten Staaten reduzieren würde, so das Wall Street Journal. Die Anhörungen des ‚Senate Committee on Environment and Public Works‘ bilden den Anfang eines monatelangen Unterfangens der Demokraten, ein Klimagesetz zu verabschieden.

Dabei ist die Atomkraft, einst von Umweltschützern verdammt, nun ein wichtiger Verhandlungspunkt für die Demokraten, die um Republikanische Stimmen für das Klimagesetzes kämpfen, schreibt die Associated Press. Die Atomindustrie arbeitet seit längerem an ihrem ‚grünen’ Image und kann mittlerweile im Rahmen der Bekämpfung der Treibhausgasemission langsam Fuß fassen.

Obwohl parteiübergreifende Zustimmung wichtig ist, sollte das Klimagesetz nicht gegen die ‚Umwelt-Seele’ des Senats eingetauscht werden, warnt Seth Kaplan von der ‚Conservation Law Foundation‘ im Boston Globe. Ein Klimagesetz, dass voller Bestimmungen ist, welche die Klimaherausforderungen noch verschärfen – indem z.B. sensible Küstenregionen für Erdölbohrungen freigeben werden – ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dasselbe gilt für Vorschläge, die Milliardenbeträge für teure Nuklearanlagen vorsehen.

Das Energieministerium wird derweilen heute seinem Versprechen für eine mutigere Technologiestrategie nachkommen, indem es Gelder für innovative Forschungsprojekte vergibt. Zu den Projekten gehören benzinproduzierende Bakterien, Enzyme die Kohlenstoff aufnehmen und damit der globalen Erwärmung entgegenwirken, und günstige Batterien, die die nächtliche Nutzung von Solarenergie möglich machen, berichtet die New York Times.

Währenddessen haben die internationalen Klimaverhandlungen, die sich seit Jahren dahinziehen, den Rubikon überschritten, erklärt Tim Flannery, der Vorsitzende des Copenhagen Climate Council, in der Los Angeles Times. Die Aufmerksamkeit richtet sich gerade auf ein neues Konzept, welches Verpflichtungen für einige Nationen mit sich bringen würde. Das Konzept ist – ähnlich der nationalen Zeitpläne – kurzfristig angelegt und könnte in den nächsten Klimavertrag eingebunden werden, der das Kyoto-Protokoll ersetzen wird und im Dezember in Kopenhagen unterschrieben werden soll.

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