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Dienstag
Okt272009

Afpak continued

Präsident Obama antwortete am Montag auf die Stimmen, die ihn dafür kritisieren, dass seine Überprüfung der Kriegsstrategie in Afghanistan so lange dauern würde. Der Präsident erklärte einer Gruppe Militärangehöriger, dass er sich nicht zu einer Entscheidung über eine Truppenaufstockung drängen ließe, so die Washington Post. Vor eine Gruppe von 3.500 Soldaten und deren Familienangehörigen auf einem Stützpunkt in Jacksonville, betonte Obama, dass die amerikanischen Soldaten eine klare Strategie und volle Unterstützung verdienen, um ihre Mission erfüllen zu können.

Derweilen erklärte Senator John F. Kerry am Montag, dass er gegen die Entsendung neuer amerikanische Truppen nach Afghanistan sei, wenn die afghanische Regierung und das Militär ihre Leistungen nicht steigern würden. Kerry ist der Meinung, dass die Forderung des höchsten amerikanischen Generals in Afghanistan nach 40.000 Truppen verfrüht und überhöht war, schreibt die Washington Post in einem anderen Artikel. Der Demokrat Kerry hielt eine Ansprache im Council on Foreign Relations, nachdem er von einer Aufklärungsreise aus Afghanistan zurückgekehrt war. Seine Meinung ist besonders wichtig, da er momentan den Vorsitz des Senate Foreign Relations Committee innehat und ein gutes Verhältnis mit Präsident Obama unterhält.

General Stanley McChrystals Forderung nach 40.000 Truppen sollte nicht als ‚Heilige Schrift’ betrachtet werden, meint derweilen Richard Cohen in der Washington Post. Die Anfrage ist bloß der Beginn einer Debatte. Diejenigen, die rufen „gebt den Generälen was sie brauchen,” meinen eigentlich „gebt den Generälen was sie wollen.” So mache man keine verantwortungsvolle Politik. Manchmal muss ein Kriegspräsident auch entscheiden, den Abzug seiner Truppen einzuläuten, findet wiederum Eugene Robinson in der Washington Post. Das ist es, was Präsident Obama jetzt tun muss.

Roger Cohen fasst währenddessen sein Interview zu Afghanistan mit dem britischen Außenminister David Miliband in der New York Times zusammen. Großbritannien hatte zu Beginn des Monats 500 neue Soldaten nach Afghanistan geschickt, nachdem die britischen Generäle eine Verstärkung von 2000 Truppen gefordert hatten. Milibrand geht davon aus, dass die Amerikaner einen ähnlichen Kompromiss erzielen werden.

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