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Dienstag
Okt062009

Afpakterrorgitmo

In der jüngsten Vergangenheit fand eine Reihe von erfolgreichen Operationen – insbesondere im pakistanischen Stammesgebiet – statt, bei denen wichtige Al Quaida Anführer getötet bzw. in Gefangenschaft genommen wurden. Nach Angaben von Regierungsmitarbeitern schürten diese Entwicklungen die Diskussionen über die Notwendigkeit einer Truppenaufstockung in Afghanistan, schreibt die New York Times. Es heißt, die Amerikaner hätten im letzten Jahr mehr als die Hälfte ihrer Hauptangriffsziele eliminiert, Al Quaida in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt und ihren Finanzfluss unterbunden.

Präsident Obama wird sich heute mit hochrangigen Kongressabgeordneten aus beiden Parteien treffen, um über den Afghanistankrieg zu sprechen, der an einem vermeintlichen Wendepunkt steht, so CNN. Das Treffen findet inmitten einer umfassenden Strategieüberprüfung der Obama-Administration in der Frage um die Zukunft von Afghanistan statt.

Zuhause hat das Weiße Haus derweilen einen heiklen Kurs eingeschlagen, um das Kapitel über George Bushs Antiterrormaßnahmen endgültig zu schließen, berichtet die Washington Post. Während Obama einen Krieg in Afghanistan führt, den er selbst als entscheidend für die Terrorismusbekämpfung bezeichnet hat, versucht sich seine Regierung gegen aufkommende Kritik zu verteidigen. Der ehemalige Vizepräsident Richard B. Cheney und andere Republikaner bemängeln, dass die neue Regierung sich von Instrumenten distanzieren würde, die entscheidend für die Sicherheit der Vereinigten Staaten seien.

Währenddessen muss sich der Regierungsberater Greg Craig nun zur Verantwortung stellen, weil er die Durchführung der Strategie, Guantanamo bis Januar zu schließen, nicht erfolgreich zum Abschluss bringen wird. Es wird daher erwartet, dass er das Weiße Haus unverzüglich verlassen wird, so der Politico. Interne Quellen berichten jedoch, dass Craig nur nach außen hin als Sündenbock inszeniert wird, die Schuld am verpassen der Frist liegt jedoch nicht allein bei ihm.

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