Collateral Damage von Fort Hood
Dienstag, November 10, 2009 at 03:47PM Präsident Obama, Militärs und eine Vielzahl von Gesetzgebern werden bei der heutigen Trauerfeier für die 13 Opfer der Schießerei auf dem Fort Hood Army Stützpunkt erwartet, so The Hill. Der Militärpsychologe Major Nidal Malik Hasan hatte auf dem US-Truppenstützpunkt Fort Hood in Texas zwölf Soldaten und einen Zivilisten getötet und 31 teils schwer verletzt. Hasan ist Muslim und sollte in Kürze nach Afghanistan. Der Pressesprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, sagte, die Obamas werden mit den Familien der Opfer zusammenkommen und der Präsident wird an der Gedenkstätte sprechen. Derweilen sehen Psychiater die Bluttat als Warnung. Um weitere “Nebenwirkungen”zu vermeiden, setzen sie sich dafür ein, muslimischen US-Soldaten den Kriegsdienstverweigerer-Status zu ermöglichen statt diese in Kriege gegen andere Muslime zu schicken, berichtet die Washington Post.
Zu diesem Thema vermerkt David Brooks in der New York Times: "Die Debatte in den ersten Tagen nach dem Massaker war gut gemeint, aber sie ging an der Wirklichkeit vorbei. Sie verkenne die Tatsache, dass der Krieg gegen den Islam lange das zentrale Merkmal der amerikanischen Außenpolitik war. Und sie verkenne die Tatsache, daß dies von Radikalen in Gaza oder Kandahar auch so wahrgenommen wurde. Cal Thomas kritisiert die amerikanische Öffentlichkeit in der Washington Times dafür, dass sie "praktisch alles toleriert und in politischer Korrektheit schwelgt.” Es sei aber ein Irrtum zu glauben, dass radikale Islamisten einen in Ruhe lassen, wenn sie sehen, dass man ihnen nichts tut, so Thomas.
Für andere war das Motiv von Hasan sofort klar: Es war ein Akt des Terrorismus von einem Mann, der als bösartig bekannt war, anti-amerikanisch und Dschihad-Sympathisant, so Dorothy Rabinowitz vom Wall Street Journal Editorial Board. Auffällige Anzeichen von Gefahr seien von seinen Vorgesetzten ignoriert worden, so Rabinowitz. "Was wirklich erschreckend ist, ist die Tatsache, dass unsere zivile und militärische Führung vor lauter politischer Korrektheit bestreitet, dass es eine Verbindung zwischen mörderischen Akten wie von Major Hasan und dem autoritären Scharia-Auslegung des Islam gibt", argumentiert Frank Gaffney Jr. in der Washington Times. "Es gibt einen Unterschied zwischen Sensibilität und Dummheit", meint auch Eugene Robinson in der Washington Post. "Wenn es vor der Bluttat tatsächlich Anzeichen dafür gab, dass Hasan durch die US-Kriege im Irak und in Afghanistan radikalisiert wurde, hätte die Armee handeln müssen.”
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