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Freitag
Nov132009

“Afghanistan-Einsatz anpassen” 

Präsident Obama traf sich heute mit dem japanischen Premierminister Yukio Hatoyama in der Hoffnung, gute Beziehungen zu einer Nation zu entwickeln, die den USA inzwischen selbstbewusst gegenübertritt, schreibt die Associated Press. Dabei ist Afghanistan ein erschwerender Faktor für die Reise zu einem sich rasch wandelnden Asien, so das Blatt weiter. Auch der steigende wirtschaftliche und diplomatische Einfluss Chinas stehe auf Obamas Agenda, sagte ein Sprecher des Weissen Hauses.

Obwohl Verteidigungsminister Robert Gates in der Öffentlichkeit als sanftmütiger Mann wahrgenommen wird, meldete er sich am Donnerstag energisch zu Wort, als es über undichte Stellen im Rahmen der Untersuchung des Fort-Hood-Shootings ging, aber auch während der Beratungen mit Präsident Obama über die Entsendung weiterer US-Truppen nach Afghanistan, so die New York Times. Derweilen sagte Grossbritanniens Premierminister, die NATO-Staaten könnten mit weiteren 5000 Mann einen Beitrag in Afghanistan leisten und der USA damit den Rücken stärken, die ebenfalls überlegen, ihre Truppenstärke zu erhöhen, berichtet die Associated Press in einem weiteren Artikel. In einem Interview mit BBC verteidigte Gordon Brown den umstrittenen militärischen Feldzug in Afghanistan mit der Erkenntnis, dass angesichts steigender Verluste “eine Anpassung” erforderlich sei.

"Solange unsere Ziele in Afghanistan unklar bleiben, sollte Obama keine weiteren Tuppen entsenden, sondern diese nach Hause holen”, findet dagegen Eugene Robinson von der Washington Post. "Statt sich wie die Medien auf die Truppenstärke zu konzentrieren, sollte es vielmehr darum gehen, was mit den Truppen in Afghanistan zu tun ist", meint derweilen Fred Kaplan von Slate.

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