Die Rache der Konservativen
Mittwoch, November 4, 2009 at 03:37PM Der Republikaner Chris Christie ist neuer Gouverneur von New Jersey. Der Rechtsanwalt loest damit den Demokraten Jon Corzine ab, der seit 2006 im Amt war. Es war der erste Sieg eines Republikaners in New Jersey seit 1997. Auch in Virginia gibt es einen Wechsel im Amt des Gouverneurs: Der Republikaner Bob McDonnell war am Dienstag zum neuen Regierungschef gewählt worden und hat damit den Demokraten im heiss umkämpften “Swing State” eine empfindliche Niederlage beschert, schreibt die Washington Post. Die Wahlschlappen wertet der Newark Star-Ledger als erstes Referendum über Obama und seine Politik.
Auch im Bundesstaat Maine mussten die Demokraten einen Rückschlag hinnehmen. Dort haben die Wähler in einer Direktabstimmung ein Gesetz aufgehoben, das gleichgeschlechtlichen Paaren den Möglichkeit gegeben hätte, zu heiraten. Die Associated Press sieht in dem Abstimmungsverhalten der Bürger von Maine eine herbe Niederlage der homosexuellen Bewegung. Die Amerikaner haben nun die Homo-Ehe in bisher 31 Bundesstaaten per Volksabstimmung abgelehnt.
Angesichts dieses politischen Gegenwindes überrascht es nicht, dass viele Demokraten nun um ihre Sitze im Repräsentantenhaus und im Senat fürchten. Sie hoffen jetzt darauf, dass ihre Partei die Agenda für das nächste Jahr überarbeitet, um damit ihre Sitze zu retten, schreibt The Hill. Im Vorfeld der anstehenden Wahlen im nächsten Jahr wollen sie eigentlich nicht auf Abstimmmungen zum Klimawandel, zur Einwanderung und zum Umgang mit Homosexualitaet verzichten. Unter den Demokraten wächst allmählich die Zahl derer, die hoffen, dass sich der Kongress schnellstmöglich wieder den Themen Jobs und Wirtschaft widmet, so das Blatt weiter.
Doch auch innerhalb der Republikanischen Partei beginnt es zu rumoren: Im Bundesstaat New York hatte sich der unabhaengige, konservative Kandidat Doug Hoffman gegen die Kandidatin der lokalen Republikanischen Partei zunächst durchgesetzt, war aber aus dem eigentlichen Wahlgang gestern als Verlierer hervorgegangen. Die Parteifuehrung fürchtet nun, dass viele konservative Aktivisten versuchen, ihre Kandidaten für die Wahlen zum Repräsentantenhaus und zum Senat 2010 in Stellung zu bringen. Es wäre ein Albtraum für die Republikanische Partei und die GOP Kandidaten, berichtet Politico. Konservative und “Tee-Party-Aktivisten” hätten bereits einige Schlüsselpositionen fest im Blick, darunter auch die Posten von Gouverneur Charlie Crist in Florida, vom ehemaligen Representative Rob Simmons in Connecticut und vom Abgeordneten Mark Kirk in Illinois.
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