Wie Maus und Elefant
Montag, November 9, 2009 at 04:32PM Die Gesundheitsreform dominiert weiter die Schlagzeilen. Fred Hiatt fleht Präsident Obama in der Washington Post an, seine progressiven Ideale zugunsten der Sparsamkeit und Kostendämpfung noch einmal zu überdenken, weil die Gesundheitsreform Amerika “ein Schritt näher zum Konkurs und zu Lasten kommender Generationen bringt.” Unterdessen beschreibt das Wall Street Journal die Reform als Leviathan, als ein bürokratisches Monstrum. Obwohl der Senat “gesunden Menschenverstand” gezeigt habe, werden kommende Generationen für diese “mutwillige Übung” aufkommen müssen, so das Blatt. Auch die Washington Post erklärt, dass ein Vergleich der Pläne von Republikanern und Demokraten zum Gesundheitswesen wie der Vergleich “zwischen einer Maus und einem Elefanten” ist.
Auch die USA Today kritisiert: "Der Gesetzentwurf lässt zu wünschen übrig mit seiner nur fragwürdigen Verpflichtung, die Kosten zu senken.” Als eine Anleitung für den Senat zählt die Zeitung auf, welche Gesetzesaspekte es “verdienen, zu leben” und welche “den Tod verdienen." Die Los Angeles Times meint resignierend, dass der Gesetzentwurf der Grand Old Party zeigt, dass weder Partei noch Amerikaner die Verbindung zwischen Kostendämpfung und zur Ausweitung der Zahl der Versicherten sehen sollen. Derweilen wuerde eine Pressekonferenz der Republikaner zu einer Wahlkampfveranstaltung mutieren, meint Paul Krugman in der New York Times. “Das beweist, dass die GOP von den Leuten übernommen wurde, die sie einst für ihre Zwecke instrumentalisiert hat”, so Krugman.
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