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Donnerstag
Apr292010

Deepening Economic Ties across the Muslim World

Am 26. und 27. April fand ein Gipfeltreffen in Washington statt, mit dem Ziel die globalen, wirtschaftlichen Verflechtungen zu festigen. Dieses Treffen sollte insbesondere den Neubeginn der amerikanisch-arabischen Beziehungen einläuten, den Obama letztes Jahr in Kairo mit viel Aufsehen angekündigt hatte. Insgesamt waren diese Woche 250 Unternehmer aus fünf verschiedenen Kontinenten zugegen, so der Foreign Policy Blog The Cable.

Außenministerin Hillary Clinton erläuterte das geplante Wirtschaftsprogramm, welches u.a. von Ernst & Young, Intel und Coca Cola unterstützt wird. Bei den vorgesehenen Projekten sollen diese beratende Tätigkeiten ausüben, um Unternehmen zu helfen, weltweit zu agieren sowie Start-up Funding zu erhalten. Die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen mit den arabischen Ländern stellt einen neuen Punkt in der US-Außenpolitik dar, so Bloomberg News.

Auf die Frage, warum Obama meint, gerade jetzt ein solches Treffen einberufen zu müssen, antwortete er, weil es gewünscht würde und es ein Feld sei, auf dem man voneinander lernen könne. Er selber habe bei seiner Arbeit als Betreuer einer Bürgerinitiative in Chicago erfahren, dass der Wandel immer von Einzelnen kommt, die ihrer Gemeinde helfen wollen, so Foreign Policy.

Hillary Clinton hatte in einer Rede im Januar betont, dass es keine sichere, wohlhabende, demokratisch und gerechte Welt geben könne, so lange ein Drittel der Weltbevölkerung in Armut lebe. Im Rahmen des Neubeginns der arabisch-amerikanischen Beziehungen, stellte sie daher jüngst das „Global Entrepreneurship Program“ vor. Dieses soll konkrete Unterstützung für Besitzer kleiner, aufstrebender Unternehmen in zunächst noch vorwiegend muslimischen Ländern leisten.

Das Programm sieht vor, den Wettbewerb voranzutreiben,  Unternehmen den Zugang zu Krediten zu vereinfachen und den Austausch zwischen amerikanischen Business Schools und denen in anderen Ländern zu erleichtern.       

Clinton meint zudem, dass diese wirtschaftlichen Beziehungen nur von Erfolg gekrönt sein könnten, wenn auch ein interkultureller Austausch stattfinden würde. Sie erklärte bei einer Rede vor Unternehmern in Washington D.C., dass jene nicht nur die Kraft hätten, Wirtschaftswachstum voranzutreiben, sondern darüberhinaus einen gemeinsamen Wohlstand zu promoten. Sie sollten sich für eine tolerante und verantwortungsvolle Regierung, sowie den Zugang zu medizinischen Einrichtungen und Bildungszentren einsetzen, so berichtet Bloomberg News.

Den interkulturellen Austausch zwischen dem Westen und der islamischen Welt zu vertiefen steht zur Zeit auf der Agenda in Washington ganz oben. So lud die Heritage Foundation heute zu einer Veranstaltung, bei der u.a. Leon Shahabian das Fernsehprogramm der Layalina Productions vorstellte. Im Fokus stand vor allem die Reality Show „On the Road in America“, bei der arabische Jugendliche die Chance bekommen, die Sprache, Kultur und Geschichte von den USA kennenzulernen. Seinen Erfahrungen zu Folge, haben die Erlebnisse, die die Jugendlichen auf diesen Reisen gesammelt haben, bereits einiges an ihrer Einstellung geändert und ihnen geholfen ihren Horizont zu erweitern.

Ansichten und Vorurteile gegenüber einer Kultur oder einem Land können nur überwunden werden, wenn man sich mit ihnen auseinandersetzt. Der interkulturelle Austausch ist hierfür der einzige Weg und eine Vertiefung wirtschaftlicher und politischer Beziehungen eine Möglichkeit diesen einzuschlagen.

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