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Umfragen
National           
Obama  47%
Romney  45% 
Electoral College  
Obama   253   
Romney   170   
Toss ups   115   
Ohio  
Obama   47%    
Romney   42,4%   
Florida  
Obama   45,5%    
Romney   45%   
Virginia  
Obama   47,5%    
Romney   44,3%   

 

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Donnerstag
Feb232012

It’s now or never

Nach einer kleinen Durststrecke stehen in den kommenden zwei Wochen vierzehn Republikanische Vorwahlen an. Für Mitt Romney geht es dabei um alles oder nichts. Denn obwohl er mehr Geld als alle anderen investiert und gemeinsam mit erfahrenen Politstrategen eine professionelle Kampagne auf die Beine gestellt hat, dominiert Santorum die Umfragen (siehe dazu That won’t happen). Jetzt berichtet die Detroit Free Press jedoch, dass sich Romneys Chancen im nächsten Vorwahlstaat Michigan verbessert haben. Laut einer Umfrage stieg Romneys Zuspruch der Wähler von 24 Prozent auf 33 Prozent. Vor allem bei Senioren, Frauen, moderaten und „etwas“ konservativen Wählern konnte er an Boden gewinnen. Gerade bei der letzten Gruppe liegt er vor Santorum mit 40 Prozent zu 34 Prozent. (Die Befragten waren aufgefordert, sich selbst zu kategorisieren: sehr liberal, etwas liberal, moderat, etwas konservativ oder sehr konservativ.) In Michigan hat Romney jetzt die Chance, das Blatt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur (wieder) zu wenden.

Laut Politico könnte er dabei von seiner ablehnenden Haltung gegenüber der staatlichen Rettungsaktion für die Autohersteller sogar profitieren (im Gegensatz zu anderen Berichten). Romney stellt das Rettungspaket als eine Belohnung der Demokraten an deren Freunde bei den Gewerkschaften dar. Dies findet bei einigen Republikanern großen Anklang. Insgesamt sprechen sich nämlich 62 Prozent der Republikanischen Wähler in Michigan gegen die staatliche Unterstützung aus, während 52 Prozent aller Einwohner Michigans dafür sind, so der Politico. Auch The Hill berichtet, das Romneys ablehnende Haltung ihm nicht schaden wird. 34 Prozent der Republikanischen Wähler in Michigan unterstützen eher einen Kandidaten, der gegen die Rettungsaktion gewesen ist, 27 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Für 35 Prozent der Befragten spielt dieses Thema allerdings keine Rolle bei der Wahlentscheidung.

Trotzdem schraubt ein Berater aus Romneys Umfeld die Erwartungen herunter. „Romney muss in Michigan nicht zwangsläufig einen Sieg nach Hause holen“, zitiert ihn die Huffington Post. Dass er die Vorwahlen vor vier Jahren in Michigan, Utah und Massachusetts gewann, bedeute keineswegs, dass diese Staaten „Pflichtsiege“ für ihn seien. Die Huffington Post fügt allerdings hinzu, dass vor kurzem noch ganz andere Töne aus Romneys Lager zu hören waren. So erklärte man, dass eine Niederlage in Michigan „undenkbar“ sei. In The Hill verkündet Eric Fehrnstrom, erfahrener Berater bei Romneys Kampagne, „Wir sind optimistisch, dass wir Michigan gewinnen werden“ und verweist gleichzeitig auf Romneys Sieg über McCain von vor vier Jahren, bei dem er auch zuvor zurück lag. Auch Michigans Republikanischer Gouverneur Rick Snyder steht Romney zur Seite, so der Politico. Snyder prophezeite letzten Montag bei Fox & Friends, dass Romney seine Umfragewerte noch vor der Wahl am 28. Februar deutlich verbessern werde.

Für Dana Milbank von der Washington Post ist Romney bestens ausgerüstet. Mit „blutrünstigen Politstrategen“ an seiner Seite, Millionen von Dollar in der Wahlkampfkasse und der Unterstützung finanzstarker Super-PACs sei der nach außen so dröge wirkende Romney eigentlich ein „Killer.“ Seine Strategie, die Gegner systematisch niederzumachen, hat sich angesichts der neuesten Umfrageergebnisse anscheinend mal wieder bezahlt gemacht, resümiert Milbank.

Laut der New York Times wird Romneys Abschneiden in den nächsten Wochen Aufschluss darüber geben, ob er endlich die Unterstützung seiner Partei gewinnen kann. Zu diesem Zweck muss Romney am kommenden Freitag im Rahmen einer Rede in Michigan die Chance nutzen, die Diskussion wieder auf sein Steckenpferd Wirtschaftspolitik zu lenken. Nach Ansicht der New York Times wird sich Romneys Kampagne bis zur Wahl am 28. Februar weiter auf Michigan konzentrieren. Denn eine Niederlage in seinem Heimatstaat könnte sich vernichtend auf seine Kandidatur auswirken.

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