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Freitag
Jul202012

Mr. Fix It goes to London

Sowohl für die beiden Präsidentschaftskandidaten als auch für Kandidaten auf der Bundesstaatenebene, könnten die Olympischen Spiele 2012 ein besonderes Problem darstellen, schreibt Politico. Denn wie schaffe man es, zu den Wählern durchzudringen, wenn das ganze Land sich für zwei Wochen darauf konzentriere, wer in London die Goldmedaille gewinnt. Präsident Obama, Mitt Romney und deren Mitstreiter haben daher bereits 13,7 Millionen Dollar für  TV-Werbespots während der teuren Sendezeit eingeplant.

Die Romney nahestehende Super-Pac „Restore Our Future“ wird vom 31. Juli bis 9. August, also während der Olympischen Spiele, 7,2 Millionen Dollar in 11 stark umkämpften Staaten ausgeben. Die Werbespots von "Restore Our Future" seien eine Antwort auf die Obama-Kampagne, die auf nationaler Ebene rund 5,5 Millionen Dollar für "olympische" Werbespots gebucht haben soll, berichtet Roll Call. Die Herausforderung für Obama und Romney sei die aggressive Werbung auf beiden Seiten aufrechtzuerhalten und die Aufmerksamkeit weg von den Olympischen Spielen auf sich zu lenken, es damit aber auch nicht zu übertreiben.

Andererseits kann gerade Romney auf diesem Gebiet theoretisch punkten. So "rettete" er die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City vor dem Bankrott und habe nun mit den bevorstehenden Spielen in London eine hervorragende Gelegenheit, seine damalige Arbeit als Krisenmanager und Cheforganisator erneut zu unterstreichen, schreibt Politico. Ari Fleischer, ehemaliger Pressesprecher von George W. Bush, geht daher davon aus, dass Romneys Teilnahme an der Eröffnungszeremonie in London die perfekte Gelegenheit für ihn sei, seine Leistungen von 2002 der Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen. „Sein Besuch ist in dieser Hinsicht bewusst geplant.“ Auch Liz Mair, die zur Präsidentschaftswahl 2008 beim Republican National Committee als Leiterin der Onlinekommunikation tätig war, glaubt, dass er diese entscheidene Leistung der "Rettung" der Olympischen Spiele jetzt hochspielen wird.

Late-Night-Moderator Jay Leno witzelte dagegen über Romneys geplanten Besuch in London: „Romney kündigte an, die Olympischen Spiele in London zu besuchen. Bis jetzt hat er jedoch noch kein Wort darüber verloren, welche Mannschaft er anfeuern wird: Die Schweiz, Bermuda, Luxemburg oder die Kaimaninseln?”

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