Connect
Neue Artikel
Suche

Entries in gay rights (5)

Montag
Mai142012

Mitt the Mean?

Passend zu den anderen Entwicklungen der letzten Tage berichtet die Washington Post, dass Romney während seiner Highschool-Zeit seinen Mitschüler John Lauber wegen dessen langer Haare gemobbt haben soll. Lauber wird als "leise auftretender Schüler" beschrieben, der (vor knapp 48 Jahren) eine Klasse unter Romney war. Er sei ständig wegen seiner Andersartigkeit und vermuteter Homosexualität gehänselt worden. Laubers lange blonde Haare, die ihm über ein Auge fielen, sollen Romney missfallen haben. Eines Tages habe Romney den Versuch unternommen, ihm die Haare abzuschneiden, während Lauber mit Tränen in den Augen um Hilfe geschrien haben soll. Romney hätte sein Verhalten damals folgendermaßen "kommentiert:" "He can't look like that. That's wrong. Just look at him!"

Click to read more ...

Freitag
Mai112012

The Choice is Clear

In der Debatte um gleichgeschlechtliche Ehen war es eher ruhig gewesen, bis sich Vize-Präsident Joe Biden am Wochenende zu Wort meldete und damit seinen Chef in Zugzwang brachte. Präsident Obama sprach sich nun mit einem Paukenschlag für „Same-Sex-Marriages“ aus. Hinter den Kulissen ist man laut Politico eher säuerlich auf Bidens Aussagen zu sprechen, hatte Obama doch wahrscheinlich vor, das Thema erst nach den Wahlen anzugehen. Andererseits wäre Romneys Position zu dem Thema nun genau entgegengesetzt zu der des Präsidenten - zur Freude der beiden Parteibasen. Analysten gehen daher davon aus, dass die Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe den Wahlkampf prägen werde. Obama hat seit Mittwoch bereits mehrere Millionen Spenden einnehmen können. Die Republikanische Spitze bleibt aber zumindest zunächst beim Thema Wirtschaft.

Click to read more ...

Montag
Mai102010

Kagan 4 SCOTUS

Elena Kagan soll die Nachfolge von Richter John Paul Stevens am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten antreten. Dabei sind die Anhörungen zur Nominierung für ein solches Amt vor dem Senat fast schon mit Präsidentschaftskampagnen zu vergleichen und das mit gutem Grund. Als Richter am Obersten Gerichtshof ist man die letzte Instanz und hat darüber zu entscheiden, wie die Verfassung (neu) ausgelegt wird. Da Frau Kagan erst 50 Jahre alt ist, könnte sie noch über 30 Jahre die Grundregeln Amerikas maßgeblich mitbestimmen, so der Economist heute.

Kagan bekleidet seit März vergangenen Jahres das Amt des US-Generalstaatsanwalts und wurde heute von Präsident Barack Obama offiziell für den Posten zur Richterin des Obersten Gerichtshof nominiert. Bereits gestern schrieb Roll Call, dass die Demokraten aus der parteiübergreifende Unterstützung, mit der Kagan letztes Jahr als Generalstaatsanwältin bestätigt wurde (61 zu 31 Stimmen), schließen, dass ihre Nominierung zur Richterin am Obersten Gerichtshofs wahrscheinlich sei.

Die Republikaner sehen das jedoch anders. Sie müssen dennoch wahrscheinlich stillschweigend einsehen, dass es schwer wird, Kagans Nominierung zu stoppen, solange sich kein Skandal findet, den man ihr anhängen kann. Frau Kagan hielt sich in der Vergangenheit mit ihren Äußerungen zu diversen politischen Kontroversen weitestgehend zurück.

Von sich reden machte Frau Kagan vor gut zehn Jahren, als sie versuchte, die nationale Tabakindustrie auf die Anklagebank zu bringen. Auch mit Hilfe ihrer Anstrengungen war der Plan, die Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln mit der Kontrolle über die Regulierung von Tabak zu beauftragen, im Senat zur Diskussion gekommen. Als Hauptverhandlungspartnerin dieser weitreichenden Tabakgesetzesvorlage war sie derzeit darauf angewiesen, mit dem Republikanischen Senator John McCain zusammenzuarbeiten und gewann nicht nur seine Unterstützung, sondern auch die eines weiteren, wichtigen Republikaners - Senator Bill Frist - aus Tennessee. „Sie brachte Demokraten und Republikaner an einen Tisch bei einem der umstrittensten Punkte der Tabakdebatte”, sagte Bruce Reed, ehemaliger, hochrangiger Mitarbeiter der Clinton-Administration in der New York Times. (Zwar schaffte es der Gesetzesentwurf aufgrund von drei fehlenden Stimmen 1998 nicht, wurde aber dafür letztes Jahr beschlossen.)

Kagan hat es dabei weitestgehend vermieden, auf Kollisionskurs mit den Republikanischen Grundfesten zu gehen. Stattdessen hatte sie mit ihrer Interpretation der Verfassung die Gemüter einiger Linker erregt. Darüberhinaus hielt sie eine Rede bei der als zutiefst konservativ geltenden Federalist Society. Dennoch scheint Kagan einen breiten Anklang bei den Demokraten gefunden zu haben. Viele von ihnen sehen sie als eine zuverlässige, langfristige Stütze an einem Gerichtshof, der sich in den letzten sieben Jahren immer weiter nach rechts bewegt hat. Beobachter behaupten, dass Kagans Anreiz gerade darin bestehe, für alle Richtungen offen zu sein. Ein weiterer Vorteil wäre, dass mit ihr eine weitere Frau auf den Richterstuhl kommen würde. Sollte sie wirklich gewählt und bestätigt werden, wäre sie die dritte Frau am Obersten Gerichtshof und die Vierte in dessen Geschichte. Sie ist außerdem die erste Generalstaatsanwältin der Vereinigten Staaten und verdankt ihre Bestätigung der Unterstützung einflussreicher Republikaner.

Insofern überrascht nicht, dass die Senatoren bei der Anhörung zu ihrer Bestätigung zur Generalstaatsanwältin im letzten Jahr weniger auf ihre Ansichten achteten. Stattdessen sorgte man sich viel mehr, ob sie mit ihrer mangelnden juristischen Erfahrung überhaupt dazu in der Lage sei, vor dem Obersten Gericht zu agieren. Diese Frage wird mit Sicherheit wieder aufkommen, aufgrund der Tatsache, dass Kagan nie Richterin war. Erst sechs Monate nach ihrer Ernennung zur Generalstaatsanwältin sollte sie ihren ersten Fall vor dem Obersten Gerichtshof verhandeln und verlieren. Das Urteil im Fall Citizens United vs. Federal Election Comission sollte dennoch eines der bedeutensten Gerichtsentscheidungen der letzten Jahre werden. Sie verlor den Fall mit 5 zu 4 Stimmen, aufgrund der konservativen Mehrheit im Gericht. Jetzt wird diese Entscheidung, die das unbegrenzte Spenden von Firmen an Wahlkandidaten erlaubt, der interessanteste Punkt bei Kagans Anhörung werden. Obama hat den Fall als Schlüsselargument genutzt, um zu beweisen, dass das Oberste Gericht unter dem Chief Justice Roberts in seinen Entscheidungen einen stark konservativen Kurs verfolgt, so die New York Times

Die Republikaner werden allerdings höchstwahrscheinlich eine Entscheidung Kagans aus ihrer Harvard-Zeit politisieren. Als Dekanin der Havard Law School schloss sie sich einer Reihe von anderen Universitäten an und verwies Militäranwerber des Schulgeländes. Der Grund hierfür war die “Don’t Ask, Don’t Tell Policy” des Militärs, welche es Homosexuellen nicht erlaubte offen im Militär zu dienen. Dies bezeichnete sie als zutiefst ungerecht, nahm jedoch ihre Anweisungen zurück, als sie die staatlichen Subventionen der Universität gefährdet sah. Auch wenn viele im Mittleren Westen der USA den Umgang des Militärs mit den Homosexuellen nicht gutheißen würden, wäre das kein Grund für die Universität, ihre Studenten zu entmutigen, zum Militär zu gehen, warnte der Economist.  

Freitag
Apr232010

Do ask, do tell?

Vergangene Woche hat Gesundheitsministerin Sebelius nach Aufforderung von Präsident Obama eine Revision der Vorschrift ausgearbeitet, die gleichgeschlechtlichen Partnern Besuche im Krankenhaus ermöglichen soll. Das Weiße Haus gab dann die Änderung der Vorschriften bekannt, die es auch einfacher für Homosexuelle macht, medizinische Entscheidungen für ihren Partner zu treffen, schreibt die Washington Post.

Mit dieser Entscheidung hat Obama den Schwulen und Lesben einen Sieg verschafft. Allerdings sagen Sprecher der „Gay-Rights-Bewegung“, dass es sich nur um Peanuts handelt, verglichen mit dem, was sie sich von ihm erwarteten, so Roll Call.

Kurz zuvor hatte die New York Times in einer Umfrage nach den Ansichten zur gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gefragt: Die Unterstützung für rechtliche Eheschließung lag bei 39 Prozent (bei einer Umfrage in 2004 waren es nur 22 Prozent), für eingetragene Lebenspartnerschaften bei 24 Prozent (2004 waren es 33 Prozent) und 30 Prozent (in 2004 waren es noch 40 Prozent) wollen keine „rechtliche Beachtung“. „Die Nation ist noch nicht so weit, wie ich es mir wünschen würde, aber sie ist auf dem richtigen Weg“, schreibt Kolumnist Jonathan Capehart in der Washington Post.

Seit Ende März können in Washington DC gleichgeschlechtliche Paare heiraten. Damit ist der District of Columbia jetzt der sechste „Bundesstaat“, in dem Schwule und Lesben heiraten können. Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire und Vermont geben auch Heiratsurkunden an gleichgeschlechtliche Paare aus, schreibt die New York Times. Kalifornien tat dies eine Zeit lang auch, wurde allerdings letztes Jahr in einem Bürgerentscheid rückgängig gemacht.

Auch im Militär ist Homosexualität zur Zeit ein sehr heiß diskutiertes Thema. Bei einem Protest am vergangenen Montag in Los Angeles forderten die Demonstranten, Obama solle die „Don't Ask Don't Tell”-Politik innerhalb des Militärs aufgeben, die es Schwulen und Lesben erlaubt im Militär zu dienen, solange sie sich nicht zu ihrer sexuelle Orientierung bekennen. Dadurch haben sie das Gefühl, sie seien nur Bürger zweiter Klasse, schreibt die Washington Post.

Bereits im Februar hatten sich der Verteidigungsminister Robert Gates und Admiral Mike Mullen, Vorsitzender des „Joint Chiefs of Staff“ vor dem Kongress dafür eingesetzt, das „Don’t Ask Don’t Tell“-Gesetz abzuschaffen und es homosexuellen Mitgliedern des Militärs zu ermöglichen, offen zu dienen. Admiral Mullen sagte gegenüber dem „Senate Armed Services Committee”, dass es seiner Meinung nach das richtige sei, Schwulen und Lesben im Militär einen offenen Umgang mit ihrer sexuellen Orientierung zu erlauben, so die New York Times.

Auch wenn die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber Homosexuellen damit gestiegen zu sein scheint, ist das Thema noch längst nicht abgeschlossen. Vergangene Woche hat CBS News eine Online-Kolumne eines Bloggers veröffentlicht, in der er die Behauptung aufstellt, Generalstaatsanwältin Elena Kagan – die zur Zeit gute Chancen auf die Nachfolge im Obersten Gerichtshof hat – sei lesbisch, schreibt Howard Kurtz in der New York Times. Ben Domenech, ein ehemaliger Angestellter der Bush-Regierung und nun wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Republikaner im Senat, schrieb, dass Präsident Obama seine Wählerbasis zufriedenstellen würde, wenn er die erste bekennende homosexuelle Richterin nominieren würde. Ein Sprecher der Regierung sagte, Kagan sei nicht lesbisch.

Dienstag
Okt062009

Human and gay rights?

Anderweitig kritisieren die Republikaner Präsident Obama dafür, dass er sich in dieser Woche nicht mit dem Dalai Lama trifft, so The Hill. Die Republikaner halten Obamas Entscheidung, sich nicht mit dem religiösen Oberhaupt Tibets, der in dieser Woche in Washington zu Besuch ist, zu treffen, für falsch. Dieser Zug würde die falsche Nachricht im Bezug auf Menschenrechte in Tibet, China und dem Rest der Welt schicken.

Präsident Obama wird allerdings an diesem Wochenende vor einer Versammlung von ‚gay rights’ Aktivisten beim jährlichen Human Rights Campaign Dinner sprechen. Einen Tag später werden tausende Menschen zu einem ‚March on Washington’ erwartet, die für einen stärkeren Schutz der Rechte von Homosexuellen und Transgender-Amerikanern demonstrieren, schreibt die New York Times. Viele prominente schwule und lesbische Aktivisten haben zuletzt den Einsatz des Präsidenten für ihre Anliegen vermisst.