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Entries in präsidentschaftswahl 2012 (18)

Freitag
Nov092012

No country for old white men

Mitten in den Analysen, wie Präsident Obama die Wahl gewonnen hat, versuchen sowohl die Anführer der Republikanischen Partei als auch Experten herauszufinden, warum die Partei verloren hat, obwohl so viele Beobachter einen Sieg für möglich hielten. Die "GOP" wird wahrscheinlich nun in eine längere Phase eines internen Streits eintreten. Es wird darum gehen, wie eine Partei aus zumeist älteren weißen Männern in einem zunehmend vielfältigen Amerika konkurrieren kann, so die Washington Post. Während 2004, als die Republikaner das letzte mal eine Präsidentschaftswahl gewannen, 77% der Wählerschaft weiß waren, waren es dieses Jahr nur 72% und die Zahl wird weiter sinken. Bei ABC World News sagt George Stephanopoulos: Gewissensprüfung oder parteiinterner Bürgerkrieg. Man muss sich die Partei gerade jetzt anschauen. Denn sie habe seit 1988 nur einmal die Mehrheit aller Stimmen ("popular vote") in einer Präsidentschaftswahl gehabt.“ Am besten wurde dies durch eine Aussage Al Cardenas, dem Chef der American Conservative Union zusammengefasst: Die Partei sei zu alt, zu weiß und zu männlich.

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Mittwoch
Okt312012

President of Ohio

Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney liegen im Rennen um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten Kopf an Kopf. Nun kommt es auf die letzten Wähler in den „Swing States“ an. Besonders Ohio ist hier wichtig. So konnte zum Beispiel noch nie ein Republikaner Präsident werden, ohne in Ohio gewonnen zu haben, so eine Politweisheit. Der Co-Direktor des Institute for Policy Research an der Universität von Cincinnati, Erik Rademachen, sagt hierzu: „In den letzten Tagen vor der Wahl werden beide Kampagen sich darauf fokussieren, die eigene Basis anzusprechen, an die Unabhängigen zu appellieren und versuchen, die wenigen unentschlossenen Wählern, die noch übrig sind, für sich zu gewinnen. Sollte es jetzt nicht irgendwelche neuen Wendepunkte geben, könnte dieser bemerkenswerte Präsidentschaftswahlkampf von der Kampagne gewonnen werden, die das „Ground Game,“ also die Mobilisierung aller Resourcen in den letzten 72 Stunden vor der Wahl, besser bestreiten kann. Wer dies in Ohio erfolgreich bestreite, der wäre der nächste Präsident der USA.“ Der Politico schreibt weiter, dass genau das nun in Ohio stattfinde. Romney verbrachte den Sonntag in eher Republikanischen und ländlichen Teilen Ohios und versuchte seinem Stimmenvorteil dort auszuweiten, indem er seine Fähigkeit mit Kooperationsfähigkeit mit Demokraten betonte. So sagte Romney in Findlay, dass einer der Gründe, warum er Ryan zu seinem Vizekandidaten gemacht hat, war, dass er schon mit Demokraten gearbeitet hat, so der Politico weiter. Romney zitierte extra eine Gesetzesinitiative, die er zusammen mit Ron Wyden, einem linksliberalen Demokraten und Senator von Oregon, eingeführt hatte. Außerdem pries Romney seine parteiübergreifende Arbeit als Gouverneur von Massachusetts an und erzählte dass in seiner Wahlperiode 85% Demokraten waren. Als er ins Amt kam, hatten sie dort einen ein Haushaltsloch von mehreren Milliarden Dollar, so Romney weiter. Sie hätten sich gegenseitig bekämpfen können, mit den Finger aufeinander zeigen und nichts schaffen können. So wie in Washington. Aber stattdessen seien sie jede Woche zusammen gekommen und hätten über die Herausforderungen gesprochen und dann tatsächlich Staatsausgaben gestrichen.

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Donnerstag
Okt112012

Will the Real Romney Please Stand up!?

Zum ersten Mal seit der letztwöchigen Debatte, wandte sich der Fokus nationaler Berichterstattung ab vom Auftritt Obamas und Romneys daraus resultierendem Stimmenzuwachs. Diese für Obama positive Entwicklung wurde durch Mitt Romneys neuerliche Bemerkungen zur Abtreibung begünstigt. Obamas Kampagne ist daran interessiert, dieses Thema hervorzuheben, um mehr Stimmen weiblicher Wähler zu gewinnen. Vieles der eher allgemeinen Berichterstattung des letzten Abends und dieses Morgens beschreibt die Obama-Kampagne als beharrlich darauf hinweisend, dass Romney keine wahre Darstellung der eigenen Politik in der ersten Debatte vorgetragen habe. Die Romney-Kampagne hingegen scheint zufrieden über die Bereitschaft ihres Kandidaten zu sein, sich als gemäßigter, überparteilicher, wenn nicht sogar flexibler Kandidat darzustellen.

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Donnerstag
Okt112012

Biden soll's richten  

Traditionell ist die Debatte der Vizepräsidenten wie die Vizepräsidentschaft selber: gut beworben, aber weitestgehend belanglos, schreibt die Washington Post. Noch nie sei eine Vizepräsidentendebatte, aber so entscheidend gewesen, wie der Showdown zwischen Biden und Ryan. Nach dem Sieg Romneys gegen Obama in Denver letzte Woche, komme die Debatte zu einem äußerst wichtigen Zeitpunkt im Wahlkampf. Für das Team von Obama stellt der Donnerstagabend die Möglichkeit dar,  Romneys Vormarsch zu stoppen. Ryan habe stattdessen nun die Chance, mit einem 2:0 Sieg die erreichten Erfolge der Republikaner zu festigen, so die Washington Post in einem weiteren Artikel.

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Mittwoch
Okt102012

Mitt Romney rüstet auf

Vergangenen Montag nutzte Mitt Romney die Chance, um seine Standpunkte im Bezug zur Außenpolitik der Vereinigten Staaten hervorzuheben und die Fehler von Präsident Obama den Wählern vor Augen zu führen. Laut dem Christian Science Monitor sollte die Rede Romneys einerseits dazu dienen, seinen verdienten Anspruch auf das Amt des US-Präsidenten und Anführer der freien Welt zu proklamieren. Andererseits versuchte er die kürzlich aufgekommenen Zweifel an seinen diplomatischen Fähigkeiten aus dem Weg zu räumen. Romneys Wahlmanager fassten zusammen, dass die Rede von Montag die Differenzen zwischen der Außenpolitik des jetzigen Präsidenten und Romney aufzeige. Mitt Romney stehe für eine klare und starke Außenpolitik, im Gegensatz zu Obama. Dieser habe sich in der Vergangenheit Fehler und Schwächen erlaubt. Eine Amtszeit des Republikaners würde sich durch Stärke und Entschlossenheit auszeichnen, so Vertraute Romneys.

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Donnerstag
Okt042012

Romney wieder im Rennen

Unter den Berichterstattern herrscht Einigkeit darüber, dass Mitt Romney Präsident Barack Obama in der ersten TV-Debatte am Mittwochabend in Denver besiegt hat. Romneys Erscheinungsbild wird als energisch und selbstsicher beschrieben, während Obama eher zurückhaltend und bisweilen nervös oder gar gereizt wirkte. Es fällt auf, dass Obama weder Romneys umstrittene Firma “Bain Capital” erwähnte, noch sein Zitat, wonach 47 % aller Amerikaner von der Regierung abhängig seien. Zwar konnte keiner der beiden Kandidaten einen verbalen KO-Schlag landen, dennoch sehen es viele wie der Nachrichtensender CNN, der Romney zum Gewinner der ersten Debatte kürte. Selbst den Demokraten nahestehende Experten sind der Meinung, dass Obama es verpasst habe, eine ebenbürtige Leistung zu liefern.

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Dienstag
Okt022012

Hit it Barack!

Präsident Obama ist dafür bekannt, aus vielen Bereichen der Medienbranche Unterstützung zu bekommen. Vor zwei Wochen hielten die zwei Hip Hop Größen Jay Z und seine Frau Beyonce eine glamouröse Spendengala in ihrem 40/40 Nachtclub in New York ab. 100 Unterstützer zahlten jeweils $40.000, um im erlesenen Kreis mit Jay Z, Beyonce und Obama Champagner zu schlürfen, laut einem Bericht der Washington Post. In seiner Rede sprach Obama davon, dass Amerika kurz vor einer Wahl steht, aber viel wichtiger, kurz vor einer wichtigen Richtungsentscheidung. Amerika bewege sich in eine Richtung, die zukünftig mehr Fairness biete. Die Wirtschaft würde wachsen und jeden Amerikaner mit einbeziehen und damit die besten Ideale und Werte Amerikas miteinander verbinden.

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Donnerstag
Apr192012

What Women Want

Mitt Romney hat seine ersten Wochen als „de facto-Kandidat“ genutzt, um neben den Lateinamerikanern (siehe ¿Hablas Español?) auch vermehrt die weibliche Wählerschaft anzusprechen. So kündigte er an, dass sich sein Kampf um deren Stimmen in Zukunft vor allem darauf konzentrieren wird, „die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen,“ zitiert ihn der Politico. Diese Bemühungen um die weiblichen Stimmen sind auch dringend notwendig. Umfragen zeigen, dass Präsident Barack Obama bei dieser Gruppe mit einem Vorsprung von 20 Prozent einen deutlich besseren Stand hat. Angesichts dessen seien die diversen Fehltritte von Romneys Kampagne im Hinblick auf Frauenthemen wenig hilfreich gewesen, so Bloomberg News.

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Freitag
Jun102011

Aus dem Urlaub in den Stress

Seit dem 27. Mai war Newt Gingrich auf Tauchstation gegangen, nachdem er die Woche davor mit zahllosen Erklärungen, Richtigstellungen und Drohungen mehr schlecht als recht politisch überlebt hatte. Gingrich hatte damals bei einem Interview mit MSNBC den von den Republikanern unterstützten Ryan-Plan mit dem Ziel des langfristigen Ausgleichs des Staatshaushaltes als „right-wing social engineering bezeichnet,“ so die Washington Times damals. Das führte zu einem sofortigen Verlust einer Reihe an wichtigen Spendern und Unterstützern, berichtete die Huffington Post. Das Debakel kulminierte quasi mit der Drohung Gingrichs, keine Teile dieses Interviews zu zeigen, da er unweigerlich außerhalb des Kontextes (und damit zwangsläufig fälschlich) zitiert werden würde, so Gingrich. Von Seiten der Republikanischen Führung hagelte es scharfe Kritik – egal wie die Kampagne Gingrichs ausgehen sollte, so würde seine Aussage in den Werbespots der Demokraten nächsten Herbst endlos abgespielt werden: ein ehemaliger Sprecher des Abgeordnetenhauses und Präsidentschaftskandidat, der die offizielle Gesetzesinitiative seiner Republikanischen Kollegen als radikal bezeichnet.

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Freitag
Jun032011

If it’s the economy, it’s Romney?

Mitt Romney hat gestern seinen offiziellen Antritt zur Kandidatur als Republikanischer Präsidentschaftsanwärter im wichtigen Vorwahlstaat von New Hampshire bekanntgegeben. Ohne groß Worte zu verlieren, attackierte er Präsident Obama scharf. Dieser hätte Amerika scheitern lassen, da er die Rezession verlängert hätte und damit für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich wäre, zitiert ihn ABC World News. Der Boston Herald verweist darauf, wie Romney sogar indirekt in Frage stellt, inwiefern Präsident Obama einen richtigen Job gehabt hat: „If you want to create jobs, it helps to have actually had a job and I have,“ so der ehemalige CEO der Berater Bain & Company. Romney hätte seine Karriere damit verbracht, Arbeitsplätze zu schaffen, das wäre dann auch seine Hauptaufgabe, sollte er das Glück haben, Präsident zu werden, so der Ex-Gouverneur von Massachusetts.

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