17 Minuten voller Erfolge
Dienstag, März 20, 2012 at 10:22AM Statt eines sonst üblichen 30-sekündigen TV-Spots wählte Obamas Kampagne als Auftakt für ihren allgemeinen Wahlkampf eine 17-minütige Online-Dokumentation, berichtet die New York Times. In dem Kurzfilm “The Road We’ve Traveled“ wird der Zuschauer von Erzähler Tom Hanks auf Reise durch Präsident Obamas erste Amtszeit mitgenommen. Hauptziel ist es, Obama als starken Führer darzustellen, der die Verantwortung für das Land in einer schwierigen Zeit übernommen hat. Seine Kampagne hofft, dass die Dokumentation sich über Soziale Netzwerke und E-Mail wie ein Lauffeuer verbreitet. Mit der Hilfe einer neuen Youtube-Plattform ging der Film am vergangenen Donnerstag online. Dank dieser Plattform wird es dem Zuschauer auf einfachstem Wege ermöglicht, Obama zu unterstützen.
Für den Film konnte Obamas Kampagne den bekannten Regisseur Davis Guggenheim gewinnen. Guggenheim, der bei „An Inconvenient Truth“ und „Waiting for ‚Superman’“ Regie führte, wirkte schon 2008 bei der Produktion eines 30-minütigen Wahlwerbespots für Obama mit. Im Interview mit CNN erzählte Guggenheim letzte Woche, dass er keine negativen Dinge in der ersten Amtszeit des Präsidenten gefunden habe, die er in dem Film hätte verwenden können. Vielmehr sei es das Problem gewesen, dass er nur 17 Minuten gehabt habe, um „Obamas vielen Errungenschaften gerecht zu werden.“ Obamas Wahlkampfteam verspricht sich Einiges von dem Film, der sie laut Bericht der Federal Election Commission immerhin 20.300 Dollar pro Minute gekostet hat, so The Hill.
Laut Washington Post basiert der Film hauptsächlich auf Interviews mit derzeitigen und ehemaligen Regierungsmitarbeitern sowie Ex-Präsident Bill Clinton. Diese betonen die Errungenschaften der Obama-Administration sowie die Rettung der Autoindustrie, die Verabschiedung der Gesundheitsreform, das Ende des Irakkrieges und die Eliminierung Osama Bin Ladens. Obamas Kampagne organisierte 300 Premierenpartys, um der Dokumentation die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Obwohl die Guggenheim-Produktion Elemente eines Hollywoodstreifens enthält, kommt der Film nicht ohne klassische Wahlkampfelemente aus, schreibt die New York Times. So sieht der Zuschauer Obama mit „süßen Kindern“ lachen und „alte Frauen“ umarmen. An einer Stelle des Filmes werde die Wahrheit verzerrt. So erklärt Obamas Stabschef Rahm Emanuel, dass Romney sich für einen Bankrott der Autoindustrie ausgesprochen hatte. Eigentlich befürwortete Romney aber einen kontrollierten Bankrott und nicht eine komplette Abwicklung, so die New York Times.
Die Republikaner versuchen währenddessen, die Dokumentation mit dem folgenden Filmplakat auf die Schippe zu nehmen.
kasusa |
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